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Blutspenden als Homosexueller

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luex
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 30.01.2017, 11:03    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

-Markus- hat folgendes geschrieben:
Es wird sowohl ein "normaler" HIV Antikörpertest verwendet als auch noch zusätzlich der wesentlich teurere HIV-1/2-PCR (Polymerase-chain-reaction-Virusdirektnachweis).


Wird aber nicht der PCR-Test erst dann durchgeführt, wenn der erste Test positiv war? Ich kann mir kaum vorstellen, dass tatsächlich jede Blutprobe mittels PCR analysiert wird, der Aufwand wäre ja enorm.
Und wenn dem so sein sollte, dass der Antikörper-Test darüber entscheidet, ob weitere Tests durchgeführt werden, dann ist es eben noch immer dessen Sensitivität, die entscheidend ist.
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-Markus-
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 30.01.2017, 11:11    Titel: Blutspenden als Homosexueller

Bei jeder Blutspende werden beide Tests gemacht.

Jede Blutspende wird auf folgende Parameter getestet:
Blutgruppe
Rh-Untergruppe
HAV-PCR
HBs-Antigen
HBc-Antikörper
HBV-PCR
HCV-Antikörper
HCV-PCR
HIV-1/2- Antikörper
HIV-1/2-PCR
Syphilis-Antikörper-Test
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Jdnbsns
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 30.01.2017, 12:49    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

Florian_1990 hat folgendes geschrieben:
Fr3ak_M4n hat folgendes geschrieben:
Im Endeffekt wird das Blut doch eh getestet...
Nachteil ist aber, dass eine diagnostische Lücke besteht, der Test also bei Personen mit sehr frischer Infektion in aller Regel nicht anschlägt.
100 %-ige Sicherheit bieten die Tests also nicht.


Na darum gehts doch grade, man darf ja gerade kein Blut spenden wenn man z.B. in den Letzten Wochen/Monaten ungeschützten Sex hatte oder ein Piercing/Tattoo, gerade aus dem Grund dass frische Infektionen erst nach dieser Zeit nachgewiesen werden können. (Dann sind die Tests auch effektiv)
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.Silas.
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 16.03.2017, 18:52    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

luex hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht, ob man das Verbot per se als Diskriminierung bezeichnen kann. Blut spenden zu können, ist nunmal kein Grundrecht. Und rein statistisch gesehen, sind Männer, die mit Männer schlafen, deutlich häufiger mit dem HI-Virus infiziert.
Das Ziel dieser Regelung ist ja nicht das systematische Ausgrenzen von homosexuellen Männern, sondern die Minimierung von Risiken für die Empfänger und daran ist, zumindest aus meiner Sicht, erstmal nichts auszusetzen. Vielleicht wäre es fairer, wenn jeder, unabhängig seiner sexuellen Orientierung, genauerer Auskunft über sein Sexualverhalten geben müsste, sprich, ob es häufig wechselnde Partner gab, aber dazu wären wohl die wenigsten bereit.
Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass man schon spenden gehen kann, wenn man wirklich ausschließen kann, dass man sich mit HIV infiziert hat. Denn die Blutproben werden zwar auf eine mögliche Infektion hin getestet, allerdings sind erst nach ca. 3 Monaten nach der Infektion ausreichend Viren im Blut, um sie mit aktuellen Tests nachweisen zu können. Weshalb das Argument, dass ja sowieso getestet wird, nicht ganz zählt.

Man sollte sich einfach vor Augen halten, dass es auch um das Leben anderer Menschen geht und wenn man auch nur kleinste Zweifel hat, dann sollte man vielleicht erstmal nicht spenden gehen (Gilt natürlich auch für heterosexuelle Männer und Frauen).


3 Monate? Ich habe in einem Interview mit einem Mediziner gehört, es seien 2 Wochen. Und selbst wenn es 3 Monate wären: Man darf ein ganzes Jahr keinen homosexuellen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Somit wäre es selbst, wenn man 3 Monate ansetzt, völlig überzogen.
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.Silas.
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 16.03.2017, 18:52    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

luex hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht, ob man das Verbot per se als Diskriminierung bezeichnen kann. Blut spenden zu können, ist nunmal kein Grundrecht. Und rein statistisch gesehen, sind Männer, die mit Männer schlafen, deutlich häufiger mit dem HI-Virus infiziert.
Das Ziel dieser Regelung ist ja nicht das systematische Ausgrenzen von homosexuellen Männern, sondern die Minimierung von Risiken für die Empfänger und daran ist, zumindest aus meiner Sicht, erstmal nichts auszusetzen. Vielleicht wäre es fairer, wenn jeder, unabhängig seiner sexuellen Orientierung, genauerer Auskunft über sein Sexualverhalten geben müsste, sprich, ob es häufig wechselnde Partner gab, aber dazu wären wohl die wenigsten bereit.
Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass man schon spenden gehen kann, wenn man wirklich ausschließen kann, dass man sich mit HIV infiziert hat. Denn die Blutproben werden zwar auf eine mögliche Infektion hin getestet, allerdings sind erst nach ca. 3 Monaten nach der Infektion ausreichend Viren im Blut, um sie mit aktuellen Tests nachweisen zu können. Weshalb das Argument, dass ja sowieso getestet wird, nicht ganz zählt.

Man sollte sich einfach vor Augen halten, dass es auch um das Leben anderer Menschen geht und wenn man auch nur kleinste Zweifel hat, dann sollte man vielleicht erstmal nicht spenden gehen (Gilt natürlich auch für heterosexuelle Männer und Frauen).


3 Monate? Ich habe in einem Interview mit einem Mediziner gehört, es seien 2 Wochen. Und selbst wenn es 3 Monate wären: Man darf ein ganzes Jahr keinen homosexuellen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Somit wäre es selbst, wenn man 3 Monate ansetzt, völlig überzogen.
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.Silas.
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 16.03.2017, 18:57    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

luex hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht, ob man das Verbot per se als Diskriminierung bezeichnen kann. Blut spenden zu können, ist nunmal kein Grundrecht. Und rein statistisch gesehen, sind Männer, die mit Männer schlafen, deutlich häufiger mit dem HI-Virus infiziert.
Das Ziel dieser Regelung ist ja nicht das systematische Ausgrenzen von homosexuellen Männern, sondern die Minimierung von Risiken für die Empfänger und daran ist, zumindest aus meiner Sicht, erstmal nichts auszusetzen. Vielleicht wäre es fairer, wenn jeder, unabhängig seiner sexuellen Orientierung, genauerer Auskunft über sein Sexualverhalten geben müsste, sprich, ob es häufig wechselnde Partner gab, aber dazu wären wohl die wenigsten bereit.
Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass man schon spenden gehen kann, wenn man wirklich ausschließen kann, dass man sich mit HIV infiziert hat. Denn die Blutproben werden zwar auf eine mögliche Infektion hin getestet, allerdings sind erst nach ca. 3 Monaten nach der Infektion ausreichend Viren im Blut, um sie mit aktuellen Tests nachweisen zu können. Weshalb das Argument, dass ja sowieso getestet wird, nicht ganz zählt.

Man sollte sich einfach vor Augen halten, dass es auch um das Leben anderer Menschen geht und wenn man auch nur kleinste Zweifel hat, dann sollte man vielleicht erstmal nicht spenden gehen (Gilt natürlich auch für heterosexuelle Männer und Frauen).


3 Monate? Ich habe in einem Interview mit einem Mediziner gehört, es seien 2 Wochen. Und selbst wenn es 3 Monate wären: Man darf ein ganzes Jahr keinen homosexuellen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Somit wäre es selbst, wenn man 3 Monate ansetzt, völlig überzogen.
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.Silas.
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 16.03.2017, 18:58    Titel: Blutspenden als Homosexueller

luex hat folgendes geschrieben:
Ich weiß nicht, ob man das Verbot per se als Diskriminierung bezeichnen kann. Blut spenden zu können, ist nunmal kein Grundrecht. Und rein statistisch gesehen, sind Männer, die mit Männer schlafen, deutlich häufiger mit dem HI-Virus infiziert.
Das Ziel dieser Regelung ist ja nicht das systematische Ausgrenzen von homosexuellen Männern, sondern die Minimierung von Risiken für die Empfänger und daran ist, zumindest aus meiner Sicht, erstmal nichts auszusetzen. Vielleicht wäre es fairer, wenn jeder, unabhängig seiner sexuellen Orientierung, genauerer Auskunft über sein Sexualverhalten geben müsste, sprich, ob es häufig wechselnde Partner gab, aber dazu wären wohl die wenigsten bereit.
Grundsätzlich glaube ich aber auch, dass man schon spenden gehen kann, wenn man wirklich ausschließen kann, dass man sich mit HIV infiziert hat. Denn die Blutproben werden zwar auf eine mögliche Infektion hin getestet, allerdings sind erst nach ca. 3 Monaten nach der Infektion ausreichend Viren im Blut, um sie mit aktuellen Tests nachweisen zu können. Weshalb das Argument, dass ja sowieso getestet wird, nicht ganz zählt.

Man sollte sich einfach vor Augen halten, dass es auch um das Leben anderer Menschen geht und wenn man auch nur kleinste Zweifel hat, dann sollte man vielleicht erstmal nicht spenden gehen (Gilt natürlich auch für heterosexuelle Männer und Frauen).


3 Monate? Ich habe in einem Interview mit einem Mediziner gehört, es seien 2 Wochen. Und selbst wenn es 3 Monate wären: Man darf ein ganzes Jahr keinen homosexuellen Geschlechtsverkehr gehabt haben. Somit wäre es selbst, wenn man 3 Monate ansetzt, völlig überzogen.
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Purgatory
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 24.03.2017, 09:50    Titel: Blutspenden als Homosexueller

Zu diesem Thema möchte ich doch mal ein paar Zeilen verlieren: Einmal, weil mich manche Einstellung ziemlich verwundert und empört, zum anderen wird hier so viel Unwissenheit verbreitet, das ich so nicht stehenlassen kann.

Bezüglich dem Thema HIV-Diagnostik:

Es wird immer ein Suchtest in Form eines Enzyme-linked-immuno-assays ELISA angewendet (der kostet fast nichts, ist sehr sensitiv und schnell). Ist dieser positiv, folgt ein Bestätigungstest, um falsch-positive Ergebnisse des Suchtests auszusortieren. Angewendet wird ein Westernblot. Dieser weist eine hohe Spezifität auf. PCR wird i.d.R. angewendet bei positivem Suchtest aber negativen Western-Blot, gerade weil eine PCR teurer ist und man, hingegen mancher Ansichten hier, ziemlich zuverlässig diagnostizieren kann und will. Das diagnostische Fenster beträgt ca. 5 Wochen nach Geschlechtsverkehr. Was manche hier von einem Jahr schreiben oder weitaus länger, stimmt schlichtweg nicht. Diagnostisches Fenster ist nicht gleich Latenzphase des HI-Virus Winken

Ferner wird hier stellenweise davon gesprochen, dass es "um das Leben anderer geht" in Bezug auf das Infektionsrisiko mit HIV. HIV ist sicher nicht zu verharmlosen, doch die gesellschaftliche Diffarmierung infizierter Personem und der Umgang mit diesem Thema ist alles andere als zeitgemäß. An HIV Erkrankte führen ein Leben wie du und ich, erreichen ein hohes Lebensalter und die Therapienmöglichkeiten zur Senkung der Viruslast sind, bei vorhandener Compliance und Wirksamkeit, mehr als vielversprechend. Man stirbt davon mal abgesehen nicht an HIV, sondern an AIDS, was nicht gleichzusetzen ist, die meisten aber einfach nicht verstehen. Darüber hinaus gibt es bei gewissen Risikosituationen sogenannte Postexpositionsprophylaxen, die man an bestimmten Notfallstellen bekommt und bis zu 24h nach Kontakt einnehmen muss. Wie man also sieht, nicht zu unterschätzen aber bei Weitem nicht so "schlimm", wie es heute noch immer in der breiten Bevöllkerung vertreten wird.


Zur moralisch-ethischen Eben möchte ich noch gerne anmerken, dass diese Maxime des Trotzes, wie sie einige hier vertreten, absolut unangebracht ist. Bei dieser Wegwerfgesellschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist, wird mir speiübel. Ich hoffe für niemanden mal in die missgünstige Lage zu kommen auf Blutkonserven Dritter angewiesen zu sein. Einfach mal drüber nachdenken.
Zuletzt bearbeitet von Purgatory am 24.03.2017, 10:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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CandyAndy1996
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 11.04.2017, 13:52    Titel: Blutspenden als Homosexueller

Ich kann diese altertümliche Regelung überhaupt nicht nachvollziehen. Es ist schlicht und ergreifend diskriminierend, dass man, wie du schon sagst, unter Generalverdacht gestellt wird.

Bereits vor zwei Jahren, kurz nach meinem 18. Geburtstag, wollte ich, genauso wie du, zum ersten Mal Blutspenden gehen. Von dieser absurden Regelung wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts.

Jetzt, zwei Jahre später und nach einer bereits (leider gescheiterten) Onlinepetition habe ich nun erneut eine Petition gestartet, um dieses veraltete Gesetz abzuschaffen.

Hier wäre der Link zu meiner Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/blutspenden-von-homosexuellen-maennern-legalisieren

Es würde mich sehr freuen, wenn du und auch alle, die das hier lesen, unterschreiben und die Petition auf allen möglichen Wegen weiterleiten, damit wir es endlich schaffen, dieses Gesetz für immer aus Deutschland zu verbannen!

Liebe Grüße Smilie
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.Silas.
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 03.05.2017, 18:52    Titel: Re: Blutspenden als Homosexueller

Purgatory hat folgendes geschrieben:
Zu diesem Thema möchte ich doch mal ein paar Zeilen verlieren: Einmal, weil mich manche Einstellung ziemlich verwundert und empört, zum anderen wird hier so viel Unwissenheit verbreitet, das ich so nicht stehenlassen kann.

Bezüglich dem Thema HIV-Diagnostik:

Es wird immer ein Suchtest in Form eines Enzyme-linked-immuno-assays ELISA angewendet (der kostet fast nichts, ist sehr sensitiv und schnell). Ist dieser positiv, folgt ein Bestätigungstest, um falsch-positive Ergebnisse des Suchtests auszusortieren. Angewendet wird ein Westernblot. Dieser weist eine hohe Spezifität auf. PCR wird i.d.R. angewendet bei positivem Suchtest aber negativen Western-Blot, gerade weil eine PCR teurer ist und man, hingegen mancher Ansichten hier, ziemlich zuverlässig diagnostizieren kann und will. Das diagnostische Fenster beträgt ca. 5 Wochen nach Geschlechtsverkehr. Was manche hier von einem Jahr schreiben oder weitaus länger, stimmt schlichtweg nicht. Diagnostisches Fenster ist nicht gleich Latenzphase des HI-Virus Winken

Ferner wird hier stellenweise davon gesprochen, dass es "um das Leben anderer geht" in Bezug auf das Infektionsrisiko mit HIV. HIV ist sicher nicht zu verharmlosen, doch die gesellschaftliche Diffarmierung infizierter Personem und der Umgang mit diesem Thema ist alles andere als zeitgemäß. An HIV Erkrankte führen ein Leben wie du und ich, erreichen ein hohes Lebensalter und die Therapienmöglichkeiten zur Senkung der Viruslast sind, bei vorhandener Compliance und Wirksamkeit, mehr als vielversprechend. Man stirbt davon mal abgesehen nicht an HIV, sondern an AIDS, was nicht gleichzusetzen ist, die meisten aber einfach nicht verstehen. Darüber hinaus gibt es bei gewissen Risikosituationen sogenannte Postexpositionsprophylaxen, die man an bestimmten Notfallstellen bekommt und bis zu 24h nach Kontakt einnehmen muss. Wie man also sieht, nicht zu unterschätzen aber bei Weitem nicht so "schlimm", wie es heute noch immer in der breiten Bevöllkerung vertreten wird.


Zur moralisch-ethischen Eben möchte ich noch gerne anmerken, dass diese Maxime des Trotzes, wie sie einige hier vertreten, absolut unangebracht ist. Bei dieser Wegwerfgesellschaft, in der sich jeder selbst der Nächste ist, wird mir speiübel. Ich hoffe für niemanden mal in die missgünstige Lage zu kommen auf Blutkonserven Dritter angewiesen zu sein. Einfach mal drüber nachdenken.


Toller Text, kann man so stehen lassen!
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Jdnbsns
Nutzer gelöscht


BeitragVerfasst am: 03.05.2017, 19:22    Titel: Blutspenden als Homosexueller

.Silas. hat folgendes geschrieben:
Hey Leute!

Ich bin 17 Jahre alt (bald 1Cool und bereits registrierter Organspender und Stammzellenspender.
Solche Spenden sind für mich selbstverständlich, da ich diese Hilfe auch gerne in Anspruch nehme, falls ich sie mal benötigen sollte.

Auch würde ich sehr gerne regelmäßig Blut spenden, sobald ich 18 bin.
Wie bekannt ist, werden Homosexuelle hier gesetzlich ausgegrenzt, viele Leute mit einer klaren Meinung zu diesen Thema nennen dies ja auch gesetzliche Diskriminierung.

Ich muss sagen, ich finde diese Ausgrenzung, den Generalverdacht HIV positiv zu sein und vor allem auch noch die Frage bei der Blutspende, wann ich denn das letzte Mal homosexuellen Geschlechtsverkehr hatte, ebenfalls ziemlich beleidigend.

Da einem schlecht nachgewiesen werden kann ob, wann und mit wem man das letzte Mal Sex hatte, nun meine Frage:

Haltet ihr es für moralisch vertretbar/legitim Blut spenden zu gehen und sich als hetero auszugeben?
Habt ihr vielleicht sogar selbst schon Erfahrungen damit gemacht?


Liebe Grüße
Silas


Ich finde den generellen Ausschluss Homosexuelle als 'potentielle Risikogruppe' auch dämlich; bei meinen bisherigen Blutspenden wurde jedoch nur danach gefragt ob man in den letzten Wochen ungeschützten Geschlechtesverkehr (auch gleichgeschlechtlichen) hatte, und darauf verwiesen dass gewisse Infektionen ja nicht direkt nachgewiesen werden könnten, sollte man frisch infiziert sein. Aber die Menschen bei der Blutspende können ja schlecht testen ob man schwul ist, und wenn man selbst ausschließen kann, infiziert zu sein (durch HIV-Tests beim Arzt bzw wenn man schlicht und ergreifen mit keiner potentiell gefährlichen Person in der letzten Zeit Sex hatte), kann man auch ohne bedenken Blut spenden.
Zuletzt bearbeitet von Jdnbsns am 03.05.2017, 19:25, insgesamt einmal bearbeitet
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